Ausbildungszahlen 2015

Die Auftragsbücher sind voll, die Mitarbeiter ausgelastet. Vor dieser positiven Wirtschaftslage investiert das Schornsteinfegerhandwerk weiter in seinen Fachkräftenachwuchs.

Mehr weibliche Lehrlinge /  Anstieg der Neuabschlüsse im Osten
Das Schornsteinfegerhandwerk freut sich über seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Aktuelle Zahlen deuten insgesamt auf eine entspannte Ausbildungs- und Beschäftigungssituation hin.

Die Zahl der Auszubildenden im Schornsteinfegerhandwerk bleibt im vierten Jahr in Folge auf hohem Niveau. Im Jahr 2015 lernten insgesamt rund 2.300 angehende Schornsteinfeger in einem der über 7.500 Betriebe in Deutschland. Positive Veränderungsraten meldeten vor allem die ostdeutschen Bundesländer. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt begannen mehr Lehrlinge ihre Ausbildung als im Vorjahr. Von den insgesamt 709 neuen Auszubildenden im Handwerk sind 91 weiblich, das entspricht einem Anteil von 12,8 Prozent. Die meisten weiblichen Lehrlinge gibt es erneut in Nordrhein-Westfalen.

Im Schornsteinfegerhandwerk profitieren die Auszubildenden von einem berufsinternen Fördersystem und einer guten Zusammenarbeit der Sozialpartner. Wie der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks mitteilt, erhalten die Lehrlinge aufgrund eines neuen Bundestarifvertrages ab dem Jahr 2015 mehr Geld. Positiv sind auch die Aufstiegschancen für den Nachwuchs. Seit der Liberalisierung haben Schornsteinfegermeister mit entsprechenden Qualifikationen eher die Möglichkeit, einen eigenen Kehrbezirk zu übernehmen. Alle sieben Jahre findet ein Auswahlverfahren für die einzelnen Kehrbezirke nach bestimmten Leistungskriterien statt. Mit dieser Regelung erhöhen sich die Chancen, bereits in jungen Jahren bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger und Betriebsinhaber zu werden. Auch ohne Kehrbezirk stehen den Jungmeistern als Unternehmer viele Möglichkeiten offen. Die Nachfrage nach Energieberatungen steigt mit den CO2-Einsparungszielen der Bundesregierung, gleichzeitig bleibt der Bedarf an klassischen Schornsteinfegerarbeiten u.a. aufgrund der zunehmenden Holzverbrennung hoch.

Quelle: © Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks – Zentralinnungsverband (ZIV) –